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Info-Tag im BIKU-Treff

Am 22.09.2016 gibt es in der Produktionsschule BIKU-Treff einen Info-Tag in der Zeit von 9:00 bis 12:30 Uhr.

Interessierte Jugendliche haben an diesem Tag die Möglichkeit unsere Räumlichkeiten und uns kennen zu lernen.

Bei einem offenen Stationenbetrieb vor Ort können zudem eigene Fähigkeiten bei unterschiedlichen Geschicklichkeitsspielen, Wissensfragen und einem Berufsquiz erprobt und entdeckt werden.

Bei Interesse bitten wir um Anmeldungen bis spätestens 15.09.2016 per E-Mail office@bikutreff.at oder unter der Telefonnummer 01/402 29 75.

Wir freuen uns auf Ihr/ Euer Kommen!

Abschlusspräsentation Kunstvermittlungsprojekt "Artbook"

Ein Projekt von BIKU-Treff und Mumok in Kooperation mit Kulturtransfair / Hunger auf Kunst und Kultur.

Am 22. Juni 2016 erfolgte die Abschlusspräsentation des Projekts "Artbook" im BIKU-Treff.

Im Rahmen dieses Projektes haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BIKU-Treffs individuelle Artbooks und Taschen für ein Taschenarchiv gestaltet.

Die Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden ausgestellt und mit großem Interesse von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern bestaunt:

 

Für den leiblichen Genuss der Veranstaltung sorgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BIKU-Übungsküche©.

Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer haben das Projekt mit folgenden Worten beschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Das Ziel unseres Projektes war ein Art Book zu gestalten, das zu jedem individuell passt.

Das Projekt begann damit, dass wir eine Führung durchs MUMOK hatten, damit wir uns besser zurecht finden. Jeder von uns TeilnehmerInnen konnte sein Turnsackerl selbst gestalten. Dabei wurde uns die Technik des Siebdrucks näher gebracht.

Wir hatten das Glück, dass es genehmigt wurde in eine noch nicht geöffnete, unvollständige Ausstellung hineinzuschauen. Dadurch haben wir gesehen, wie stressig die Vorbereitung einer Ausstellung ist.

Außerdem wurden uns Art Books von Künstlern gezeigt, die uns eine genauere Vorstellung von der üblichen Gestaltung gab – Es gibt keine übliche Gestaltungsart, kein richtig oder falsch. Umso unterschiedlicher, desto besser. Alles kann Kunst sein, es kommt auf den Betrachter an.

Da wir im Laufe des Projektes durch die Straßen von Hernals gegangen sind, um inspirierende Gegenstände für unser Art Book zu sammeln, konnten wir lernen die Natur mehr zu schätzen und aufmerksamer durchs Leben zu gehen.

Dafür wollen wir uns bei allen Leuten, die das Projekt möglich gemacht haben, bedanken!

Viel Spaß beim Betrachten unserer Ausstellung!

"Rund ums Grillen"

Die BIKU-Übungsküche© wurde am 09.06.2016 zum Thema "Rund ums Grillen" auf die Donauinsel verlegt:

 

Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer haben die Eindrücke dieses Tage wie folgt zusammengefasst:

Grillspaß
Lange wurde die Kursleitung bearbeitet, bis es am 09.06.2016 endlich soweit war und sich ein illustres Grüppchen bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg auf die Donauinsel machte. Am Grillplatz wurde prompt das Feuer entzündet und unsere Kursleiterinnen bewiesen sich – unterstützt von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – als begabte Grillmeisterinnen. Die kulinarische Vielfalt war ein voller Erfolg und beinahe jede und jeder konnte sich aus dem üppigen Buffet mit selbstgemachtem Eistee, Grillspießen, Tsatsiki und Stockbrot ein individuelles Menü zusammenstellen. Auch die Marshmallows wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Vom harmonischen Gitarrenspiel eines Kursteilnehmers untermalt, wurde gegessen, getrunken und anregende Unterhaltungen geführt. Insgesamt war das Grillen ein famoser Spaß und alle freuen sich auf eine Wiederholung im Juli!

BIKU-Treff nimmt am 29.04.2016 an der Jobmeile teil

Bei der Caritas Jobmeile – carla mittersteig – bestand von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit, Informationen zu Beschäftigungsprojekten und Beratungseinrichtungen einzuholen und Hilfe beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu erhalten.

An diesem Tag konnten alle Interessierten das Angebot von BIKU-Treff kennen lernen und zahlreiche Informationen zu den Themen Weiterbildung und Ausbildung einholen.

In der folgenden Fotoreihe können Sie Bilder zur Veranstaltung ansehen:

 

Banner meine Chance

Entdecke deine Talente im BIKU-Treff

Die "Woche für Beruf und Weiterbildung" ist eine Aktion im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020. Dieser Qualifikationsplan ist eine Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die Wiener und Wienerinnen mit höchstens Pflichtschulabschluss zu einer besseren Ausbildung verhelfen soll.

Auch heuer wieder gab es dazu für Jugendliche und junge Erwachsene am 21.04.2016 im BIKU-Treff die Möglichkeit an verschiedenen Stationen ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken.

Bei offenem Stationenbetrieb unter dem Titel "Entdecke deine Talente im BIKU-Treff" konnten mit unseren Expertinnen vor Ort Fähigkeiten bei unterschiedlichen Geschicklichkeitsspielen, Wissensfragen und einem Berufsquiz erprobt und entdeckt werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden nach der Absolvierung aller Stationen mit kleinen Preisen belohnt.

In folgender Fotoreihe können Sie Bilder zur Veranstaltung ansehen.

 

Talente und Fähigkeiten entdecken im BIKU-Treff

Im Rahmen der "Woche für Beruf und Weiterbildung" gibt es im BIKU-Treff für Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit an einem offenen Stationenbetrieb teilzunehmen.

Wann:
21.04.2016 von 14 bis 17 Uhr

Was:
Alle Intererssierten können an diesem Tag unser Angebot kennenlernen und erhalten zahlreiche Informationen zu den Themen Weiterbildung und Ausbildung.

Mit unseren Expertinnen vor Ort können Fähigkeiten bei unterschiedlichen Geschicklichkeitspielen, Wissensfragen und einem Berufsquiz erprobt und entdeckt werden.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken kleine Preise.

Wo:
In unseren Räumlichkeiten, Ottakringer Straße 54, 1. Stock, 1170 Wien

Gruppen ersuchen wir um Anmeldung unter der Telefonnummer 402 29 75

Auf Ihr/ Euer Kommen freut sich das BIKU-Treff Team!

Das gesamte Programm finden Sie unter: http://www.meinechance.at

Kunstvermittlungsprojekt

Hernals/Ottakring
BIKU-Treff und Mumok

Wie bereits letztes Jahr findet auch heuer wieder ein Projekt im Rahmen von Kulturtransfair / Hunger auf Kunst und Kultur statt.

In diesem Projekt können die jugendlichen TeilnehmerInnen des BIKU-Treffs herausfinden und erkunden, was das Museum und die Umgebung des BIKU-Treffs im Bezirk Hernals und Ottakring zu bieten hat. Dabei soll entdeckt werden, ob sich Parallelen zwischen dem Streunen in der Stadt und dem Flanieren in einem Museum finden lassen.

Durch die kreativen Prozesse des Wahrnehmens, Sammelns, Erkundens, Ausprobierens und der Begegnung mit der Kunst soll sich auch die Wahrnehmung der alltäglichen Umgebung der Jugendlichen verändern.

Gestaltung von Taschen für ein Taschenarchiv, Kartieren durch Hernals und Ottakring, die mumok-Sammlung, sowie ein Besuch im Bezirksmuseum und die Gestaltung eines individuellen Artbooks der eigenen Sammlungen sind hierbei zentrale praktische Elemente für dieses Projekt. Diese praktischen Elemente werden bewusst offen gehalten, um die Mitgestaltung, Beiträge und Ideen der Jugendlichen in das Projekt einfließen zu lassen.

KursteilnehmerInnen bauen eine Kettenreaktionsmaschine

Im Dezember 2015 besuchten unsere Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer im Rahmen des Projekttages einen Workshop im Wissens°raum: http://www.science-center-net.at

Im Workshop wurde von unseren Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern in Teamarbeit eine Kettenreaktionsmaschine konstruiert, die in folgendem Video bewundert werden kann:

  

Rückblick Ella Inklusionskongress

Am 12. November 2015 fand der ELLA–Inklusionskongress statt, wo zahlreiche Neuerungen und innovative Konzepte einem internationalen Publikum vorgestellt wurden.

Die "Produktionsschule BIKU-Treff" wurde von unserer Geschäftsführerin Maga Maria Aichinger-Ehardt präsentiert.

Bild: Präsentation der Produktionsschule BIKU-Treff von Geschäftsführerin Magistra Maria Aichinger-Ehardt

Beitragstitel:

Erwerbsarbeit und psychische Erkrankung.
Die Re-Integration Jugendlicher und junger Erwachsener mit psychischer Erkrankung in den Arbeitsprozess, dargestellt anhand des sozialtherapeutischen Kursangebotes im Rahmen der Produktionsschule im Verein Bildungs- und Kulturtreff / BIKU-Treff.

Working title:

Gainful employment for people with mental illnesses
How to re-integrate and reintroduce teenagers and young adults diagnosed with mental illnesses into working life: options to facilitate re-integration as implemented by Verein Bildungs- und Kulturtreff / BIKU-TREFF via a range of sociotherapeutic courses

Bild: Programm

Bild: Gruppenfoto

Kunstvermittlungsprojekt mit BIKU-Treff und Fotomuseum WestLicht

Kulturtransfair V

Im Rahmen des diesjährigen Kulturtransfairs hatten wir die tolle Möglichkeit gemeinsam mit dem Fotomuseum WestLicht ein Fotoprojekt zu gestalten, dass alle begeistert hat.

Das Ziel dieses Projekts war die Vernetzung einer Kultur- mit einer Sozialeinrichtung. Es konnte jedoch auch eine begeisterte Partnerschaft gegründet werden, die auch über das Projekt hinaus freudig und gern von unseren Jugendlichen genützt wird.

Einblicke in dieses abwechslungsreiche Projekt bietet der folgende Link:
http://www.kulturtransfair.at

Internationaler ELLA Inklusionskongress

Am 12. November 2015 findet der Inklusionskongress im Rahmen der European Life Long Learning Academy ELLA in enger Partnerschaft mit dem deutschen Internationalen Bund und dem Berufspädagogischen Institut der Österreichischen Jungarbeiterbewegung (ÖJAB) im Kongresszentrum Europahaus Wien statt.

Das Kongressprogramm umfasst Beiträge von Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus zwölf verschiedenen Nationen mit über 20 Workshops und Vorträgen sowie eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, an der auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer teilnehmen wird.

Das Ziel des Kongresses ist es, den hohen Stellenwert inklusiver Ausbildungen und inklusiver Arbeitswelten hervorzuheben sowie Neuerungen und innovative Konzepte zu vermitteln.

Der Kongress richtet sich an alle Menschen, die sich mit der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen befassen.

Zusätzliche Informationen zum ELLA Inklusionskongress finden Sie unter:
http://www.bpi-akademie.eu/kongress

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Talente und Fähigkeiten entdecken im BIKU-Treff

Die "Woche für Beruf und Weiterbildung" ist eine Aktion im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020. Der Qualifikationsplan Wien 2020 ist eine Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die Wiener und Wienerinnen mit höchstens Pflichtschulabschluss zu einer besseren Ausbildung verhelfen soll.

Gemeinsam mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) fand die Aktion in Rudolfsheim-Fünfhaus und Hernals vom 27. April bis 30. April 2015 statt.

Am 30.04.2015 gab es dazu wieder im BIKU-Treff für Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit an einem offenen Stationenbetrieb teilzunehmen.

Unter dem Titel "Talente und Fähigkeiten entdecken im BIKU-Treff" konnten mit unseren Expertinnen vor Ort Fähigkeiten bei unterschiedlichen Geschicklichkeitsspielen, Wissensfragen und einem Berufsquiz erprobt und entdeckt werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden mit kleinen Preisen belohnt.

In folgender Fotoreihe können Sie Bilder zur Veranstaltung ansehen.

 

Erstmalig nimmt BIKU-Treff an der Jobmeile am 30.04.2015 teil.

Alle Interessierten können an diesem Tag unser Angebot kennenlernen und erhalten zahlreiche Informationen zu den Themen Weiterbildung und Ausbildung.

Programm:

10 Uhr Pressekonferenz "Bildung als Jobticket" mit
Michael Landau, Caritasdirektor der Erzdiozöse Wien
Petra Draxl, Landesgeschäftsfühererin AMS Wien

11 Uhr Offizielle Eröffnung

bis 15 Uhr persönliche Gespräche und Information bei Beschäftigungsprojekten und Beratungseinrichtungen

wann & wo:
carla mittersteig
Mittersteig 10, 1050 Wien
Anfahrt: Bus 13A bis Leibenfrostgasse

Vorbeikommen bei "JedeR für JedeN"

Wiener Gesundheitsförderung lädt zu Informationstag für und mit Menschen mit Behinderungen

Selbstbestimmung und Chancengleichheit – unter diesem Motto findet am Sonntag, 16. November 2014, die Messe "JedeR für JedeN" für Menschen mit Behinderungen im Wiener Rathaus statt. Auch Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, um das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen weiter zu verbessern.

Mehr als 90 Wiener Selbsthilfegruppen, Behindertenorganisationen und themenspezifische Einrichtungen stellen ihre vielfältigen Unterstützungsangebote vor. Die Besucherinnen und Besucher erwartet außerdem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Die Vorträge und Diskussionsrunden reichen von der mobilen Begleitung und Frühforderung für Kinder über Barrierefreiheit in der Informationstechnologie bis hin zur Bedeutung von Sport für Menschen mit Behinderungen. Auch das neue Selbstvertretungszentrum für Menschen mit Lernschwierigkeiten wird präsentiert.

Preis der Menschlichkeit

Höhepunkt der Veranstaltung wird auch dieses Jahr die Verleihung des Preises der Menschlichkeit sein. Dieser wird alle zwei Jahre für besonderen ehrenamtlichen Einsatz vergeben.

Abgerundet wird der Tag durch ein bunt gemischtes Unterhaltungsprogramm mit Tanzsport auf Rädern, einer Para-Taekwondo Vorführung, Musik von Klassik bis Rock von den KK-Strings und einem Stück von Kabarettist Horst Finger über "behinderte Normale und normale Behinderte".

JedeR für JedeN
Sonntag, 16. November 2014
10:00 bis 17:30 Uhr
Wiener Rathaus

Die Veranstaltungsinhalte werden durch eine Gebärdendolmetscherin oder einen Gebärdendolmetscher übersetzt.

Der Eintritt ist frei!

Details zum Programm unter: http://www.wig.or.at

Fachveranstaltung 16.10.2014

"BIKU-Treff 2014
Erwerbsarbeit – psychische Erkrankung
21 Jahre Arbeit im Spannungsfeld“

Ort: BIKU-Treff, 1170, Ottakringer Straße 54/1

13:30 Uhr
Empfang

14:00 Uhr
Grußworte Mag.a Dietrich, Mag.a Aichinger, BIKU-Treff

14:10 Uhr
Grußworte Dr.in Pfeffer, Bezirksvorstehung 1170

14:20 Uhr
Grußworte, Frau Knopf MBA MSc, Sozialministeriumservice

14:30 Uhr
Fachvortrag
Dr.in Rohrhofer, leitende Oberärztin OWS, Fachbereichsleitung und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donauuniversität Krems

15:15 Uhr
Fachvortrag
Dr. Hoffmann, Klinischer- u. Gesundheitspsychologe, Arbeits- u. Organisationspsychologe, AK-Wien, Universitätslektor am Psychologischen Institut der Uni Graz

16:00 Uhr
Diskussion – Dr.in Rohrhofer, Dr. Hoffmann, Mag.a Ramskogler (Psychologin, Psychotherapeutin, Gemeinderätin)

17:00 Uhr
Buffet

Vielen Dank an unseren Fördergeber und UnterstützerInnen:

Sozialministeriumservice, Hernals, Stauds, Ullrich Versicherung, Hypo Niederösterreich

Ankündigung:

Einladung zum Tag der Nachbarschaft 2014 am 23. Mai 2014 in Hernals.

Es erwarten Sie ab 13 Uhr viele Aktionen, wie zum Beispiel Spielzonen für Kinder, ein Pfarrcafe, die Radrettung, Geocoaching und vieles mehr.

Der Europäische Nachbarschaftstag ist eine Initiative, die Solidarität und den sozialen Zusammenhalt in unseren Städten fördert. Mit Festen in der Nachbarschaft knüpfen die Menschen neue Kontakte und pflegen bestehende Freundschaften.

Bild des Programmfolders Nachbarschaftstag Hernals 2014

Das gesamte Programm finden Sie unter: www.nachbarschaftstag.at

Woche für Beruf und Weiterbildung

Bild des Programmfolders der Woche für Beruf und Weiterbildung

Das gesamte Programm finden Sie unter: www.waff.at

Talente und Fähigkeiten entdecken im BIKU-Treff

Im Rahmen der "Woche für Beruf und Weiterbildung" gibt es im BIKU-Treff für Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit an einem offenen Stationenbetrieb teilzunehmen.

Wann:
03.04.2014/ 14 bis 17 Uhr

Was:
Mit unseren Expertinnen vor Ort kannst du deine Fähigkeiten bei unterschiedlichen Geschicklichkeitspielen, Wissensfragen und einem Berufsquiz erproben und entdecken.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken kleine Preise.

Wo:
In unseren Räumlichkeiten, Ottakringer Straße 54/1. Stock, 1170 Wien

Alle Intererssierten können an diesem Tag unser Angebot kennenlernen und erhalten zahlreiche Informationen zu den Themen Weiterbildung und Ausbildung.

Start der "Woche für Beruf und Weiterbildung" in Rudolfsheim-Fünfhaus und Hernals

Wer sich gerade Gedanken darüber macht, wie es beruflich weitergeht, ist im 15. und 17. Bezirk derzeit gut aufgehoben: Ab 31. März erwartet Weiterbildungsinteressierte im Rahmen der "Woche für Beruf und Weiterbildung" in Rudolfsheim-Fünfhaus und Hernals eine ganze Palette von Gratis-Beratungsangeboten, Services, Informationen etc. . Bis 4. April stehen beide Bezirke ganz im Zeichen der Weiterbildung. Organisiert wird die Woche vom waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) in Zusammenarbeit mit Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer und Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal.

Die perfekte Bewerbungsmappe gestalten, neue Jobmöglichkeiten erkunden, Berufseignungen testen, Beratung zum Nachholen von Lehrabschluss, Matura und Co., Infos über finanzielle Unterstützung bei beruflicher Weiterbildung, Sprachkurse absolvieren, Weiterbildungsangebote vergleichen. All das erwartet interessierte Wienerinnen und Wiener bei der ersten "Woche für Beruf und Weiterbildung" in Rudolfsheim-Fünfhaus und Hernals. Mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm bieten der waff und Organisationen wie das AMS, die Volkshochschule, der Verein Wiener Jugendzentren, und viele andere von 31. März bis 4. April jede Menge Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten, etwas Neues zu lernen und im Job weiter zu kommen. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.

Brauner: Angebote zu den Menschen bringen

Initiatorin der "Woche für Beruf und Weiterbildung, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, fasst das Credo der mehrtägigen Veranstaltungsreihe zusammen: "Ausbildung und Qualifikation sind heute ganz wesentliche Faktoren, um am Arbeitsmarkt zu bestehen. Deshalb ist es uns wichtig, die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote rund ums Weiterkommen im Beruf sichtbarer zu machen und dort anzubieten, wo die Menschen leben, wohnen und arbeiten. Denn nur wer weiß, wo es welche Unterstützung gibt, ist auch motiviert, die Angebote zu nutzen".

Woche für Beruf und Weiterbildung: Informieren, austesten und mitmachen

Neben den zahlreichen Info-Angeboten können sich interessierte Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohner auch auf viele Mitmach-Aktionen freuen: Vom der Bewerbungswerkstatt über Selbstbewusstseinstraining bis hin zum Info shoppen für Jugendliche in der Lugner City ist in der "Woche für Beruf und Weiterbildung" für jeden Geschmack etwas dabei. Ausgewählte Höhepunkte: Gleich am Montag, 31. März startet die Woche mit der Veranstaltung "Weiterkommen im Beruf". Von 15:00 bis 19:00 Uhr können Sie sich am Meiselmarkt über alle Fragen zu Beruf und Weiterbildung informieren. Ganz besonders eingeladen, dorthin zu kommen, sind Wienerinnen und Wiener, die höchstens eine Pflichtschule absolviert haben. Beim Info shoppen in der Lugner City am 2. April erwartet Jugendliche ein buntes Angebot vom Wetthackeln über eine Berufs-Rätsel-Rally bis hin zu Bewerbungstrainings bei namhaften Firmen. Daneben werden ausgiebige Informationen zu Beruf und Arbeit geboten und außerdem die Möglichkeit, kleine Preise beim Glücksrad zu gewinnen.

Die "Woche für Beruf und Weiterbildung" in Rudoflsheim-Fünfhaus und Hernals ist eine Aktion im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020. Der Qualifikationsplan Wien 2020 ist eine Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die Wienerinnen und Wiener mit höchstens Pflichtschulabschluss zu einer besseren Ausbildung verhelfen soll.

Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt

Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer designen Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt!

Im Rahmen des Kurses "International Business Helps: Developing Fundraising Strategies for International Social Projects” an der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelten Laura Schediwy und Perceval Leitner das Projekt SWEAR FOR TOGO: In zirka 15 Unternehmen verschiedener Bereiche werden die von den jungen Menschen der BIKU 1 Gruppe unter der Leitung von Kunsttherapeutin Isolde Schediwy gestalteten Boxen aufgestellt. Die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ein Monat lang bei jedem Schimpfwort, das ihnen entkommt, eine kleine Spende für die Organisation "Education Togo" geben. Die Erlöse werden zu 100% für die Finanzierung von Mädchenstipendien in Togo verwendet. Wann sonst ist Fluchen erwünscht, noch dazu für einen guten Zweck?!

Bild: Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt Bild: Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt Bild: Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt Bild: Spendenboxen für ein Togoisches Hilfsprojekt

Lust zu Spenden?
http://educationtogo.org

Logo Education Togo

Presseartikel

„Wir stellen vor"

Themenschwerpunkt Bildung und Schule

(Psychologie in Österreich, 5, 2012)

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Mit Smartphone und Fitnessstudio in die Schuldenfalle

Viele junge Leute sind verschuldet. Im Biku-Treff in Wien-Ottakring lernen psychisch beeinträchtigte Jugendliche, vorausschauend mit Geld umzugehen. Schritt für Schritt werden sie an den Berufsalltag herangeführt.

Wien. "Schreibt alles auf, was euch Spaß macht", heißt es zu Beginn des Workshops. Ein Haufen junger Leute um die 20 sitzt im Halbkreis und notiert eifrig Begriffe auf bunten Karten. Ausgehen, Musik, Chillen, Sex, Chatten, Computer spielen. Die ausgefüllten Karten werden auf dem Boden drapiert, man schaut, welche Gemeinsamkeiten es gibt, ordnet, lacht. Nächste Aufgabe: "Notiert alles, was euch wichtig ist." Hier fallen Begriffe wie Familie, Freunde, aber auch Grundbedürfnisse wie Essen und Schlafen. Nur einer notiert das Wort Geld.

Genau darum geht es aber in dem Workshop, der im Bildungs- und Kulturzentrum Biku-Treff in Wien-Ottakring stattfindet: um Schuldenprävention. "Wir versuchen mit diesem Workshop, finanzielle Probleme abzufangen, bevor sie wirklich akut werden", sagt Franz Spindler, Mitarbeiter der Zweiten Sparkasse und einer der ehrenamtlichen Workshop-Leiter. "Zum Lernprozess gehört auch die Erkenntnis dazu, dass man verzichten muss, wenn man eine Reserve haben will." Verzicht wird den jungen Leuten heutzutage nicht leicht gemacht. Zu groß sind die Verlockungen der Konsumwelt, zu niedrig die Hemmschwellen bei Krediten. "Das Hauptproblem für junge Leute sind Konsumkredite", sagt Alexander Maly, Chef der Wiener Schuldnerberatung. Das sind zweckgebundene Ratenkredite, z. B. für ein Auto oder einen Urlaub, aber auch für kleinere Anschaffungen.

Gefährliche Gratishandys

"Sehr gefährlich sind Handyverträge, die mit Gratishandys locken", sagt Maly. "Mit dem neuen iPhone 5 haben sich sicher wieder viele junge Leute übernommen." Im ersten Halbjahr 2012 gingen österreichweit 271 Menschen unter 25 Jahren in Konkurs. Das sind zwar nur fünf Prozent aller Konkursanträge. Trotzdem sei es wichtig, früh mit der Schuldenprävention zu beginnen, ist Maria Aichinger-Ehardt, Projektleiterin beim Biku-Treff, überzeugt. Denn in jungen Jahren werde der Grundstock für spätere, schwerwiegendere Geldprobleme gelegt.

Im Biku-Treff, wo der Workshop stattfindet, werden junge Leute mit psychosozialem Förderbedarf betreut. 15- bis 24-Jährige, die psychisch krank sind, sollen Schritt für Schritt wieder an den Berufsalltag herangeführt werden. Die meisten haben kein festes Einkommen und leben von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld. Geldprobleme sind da eher die Regel als die Ausnahme. Sammy, 23, hat sich vor einiger Zeit einen Sachwalter gesucht. "Freiwillig", sagt sie, und dass es ihr gut damit geht. Sie hat keinen freien Zugang zu ihrem Geld und bekommt von ihrem Sachwalter einmal in der Woche ein Taschengeld. Kristina, 18, möchte Hochzeitsplanerin werden. Doch mit der eigenen finanziellen Planung tut sie sich schwer. Sie hat Schulden bei der Familie, bei ihren Eltern und Geschwistern. Das Problem sei: "Irgendwann verliert man den Überblick." Die Mitarbeiter des Biku-Treffs haben nicht selten alle Hände voll zu tun, um ihre Schützlinge aus existenzbedrohenden Situationen herauszuholen: "Ein junger Mann ist zum Beispiel fast in Mahnungen erstickt, weil er sich in halb Wien in Fitnessstudios angemeldet hat", erzählt Aichinger-Ehardt. "Er hat die vielen Verträge abgeschlossen, weil ihm die Betreuungsgespräche so gefallen haben."

Verbesserte Chancen

Die Jugendlichen vom Biku-Treff steigen über den "zweiten Arbeitsmarkt" ins Berufsleben ein, über sozialökonomische Betriebe, die auf die Einschränkungen ihrer Mitarbeiter Rücksicht nehmen. Diese Stellen sind auf maximal ein Jahr begrenzt. Danach müssen sie sich auf dem regulären Arbeitsmarkt bewähren.

Am Ende des Workshops werden die Teilnehmer einen Einnahmen-Ausgaben-Plan erstellt haben und ein Ampelmodell (rot: Schuldenzone, gelb: Gefahrenzone, grün: Sicherheitszone), das ihnen hilft, die Konsequenzen ihrer Ausgaben einzuschätzen. "Wir sind hier, damit unsere Chancen verbessert werden", sagt Kristina. "Es kann nicht schaden, wenn wir dabei auch lernen, unsere Rechnungen zu bezahlen.

(Eva Steindorfer, "Die Presse", Print-Ausgabe, 20.11.2012)

Website: http://diepresse.com

Veranstaltung "Arbeit-Psyche-Stigma"

Am 10. Oktober 2012 fand im Bildungszentrum der Arbeiterkammer (AK) die Veranstaltung "Arbeit-Psyche-Stigma" der Plattform Arbeit und Psyche in Kooperation mit WUK faktor i und AK Wien statt.

Einladung zur Veranstaltung (160 KB PDF, nicht barrierefrei)

In folgender Fotoreihe können Sie Bilder zur Veranstaltung ansehen.

Wartung: Die Psyche soll zum Kopierer werden

AK-Experte: Behandeln wie "Arbeitsmittel" - Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, Österreichs Betriebe hinken mit Maßnahmen nach

"Es ist Krieg." Es klingt martialisch, wenn Peter Hoffmann von der Arbeiterkammer Wien über den Arbeitsmarkt redet. Zu seinem Befund kommt er nach unzähligen Mobbingberatungen, der Grund: "Wie viele abnormale Situationen erleben wir täglich?" Abnormale Situationen sind für den Psychologen die Zustände in vielen Firmen. Die Anforderungen an Arbeitnehmer steigen, Stress und Druck nehmen immer mehr zu, kritisierte er bei einer Tagung der Arbeiterkammer, die unter dem Motto "Arbeit - Psyche - Stigma" in Wien stattfand. Das Resultat der steigenden Belastung: Psychische Erkrankungen nehmen zu.

Unternehmen attestiert er nicht generell Untätigkeit in puncto Arbeitnehmerschutz, dennoch ortet er eine Schieflage: "In den letzten Jahren haben wir immer nur auf den Körper geschaut", sagt Hoffmann, "und gelernt, mit körperlichen Krankheiten umzugehen". Was tabu ist, ist die Psyche. Die sei aber ein Arbeitsmittel, "genauso wie der Körper". Auch Triebwerke werden gewartet, deshalb halten sie viele Jahre, meint Hoffmann. Im Gegensatz zur Psyche, auf die nicht geschaut werde.

Wartung nur für Hardware

"Wie oft ist der Kopierer defekt?" fragt Hoffmann: "Es ist dauernd ein Techniker da, der die Geräte wieder in Ordnung bringt." Und: "Ich möchte, dass die Psyche genauso als Arbeitsmittel betrachtet wird wie ein Kopierer." Bei Problemen engagieren Unternehmen eher externe Leute, die Mitarbeiter wieder "herrichten", so Hoffmann, anstatt die Ursache zu bekämpfen, nämlich die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Was können Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter machen? Hoffmann denkt dabei nicht an Gratis-Besuche von Psychologen oder regelmäßige Supervisionsangebote, sondern an Punkte wie Unternehmenskultur, ausreichende Personal- und Zeitressourcen, Entfaltungsmöglichkeiten für Mitarbeiter etc. Also Dinge, die das Arbeitsklima ausmachen. Untermauert werden seine Forderungen durch eine kürzlich publizierte Studie, wonach psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind.

43 Prozent fühlen sich ausgebrannt

Rund ein Viertel der Dienstnehmer bewertete bei einer Umfrage von "fit2work" ihren Arbeitsplatz in Bezug auf den Leistungsdruck als ziemlich oder sogar sehr schlecht. Jeder Fünfte klagt über das Problem der ständigen Erreichbarkeit, 43 Prozent fühlen sich nach der Arbeit "leer oder ausgebrannt". Während die Zahl der Arbeitsunfälle in Österreich zurückgeht, haben sich die Krankenstandstage infolge von psychischen Erkrankungen seit dem Jahr 1995 verdoppelt. Schon jeder 16. Krankenstandstag war im Jahr 2009 auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, die Tendenz ist steigend. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist bei psychischen Erkrankungen deutlich länger als bei körperlichen Leiden.

Laut einer Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstitutes (WIFO) verursachen die Krankenstandstage, die direkt auf Belastungen im Job zurückgehen, einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 3,3 Milliarden Euro pro Jahr. 32 Prozent aller Neuzugänge in die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension erfolgen bereits aus psychischen Gründen.

Arbeit über alles

Ursachen für den zunehmenden Druck im Erwerbsleben identifiziert Asmus Finzen viele. Finzen ist Professor für Sozialpsychiatrie in Deutschland und der Schweiz. "Eine Fetischisierung der Leistung und eine soziale Kälte" habe in Betrieben Einzug gehalten, meinte er bei seinem Vortrag im Rahmen der AK-Tagung zu Arbeit und Psyche. "Berufliche Laufbahnen" würden verschwinden. 30 Jahre Arbeiten im gleichen Betrieb wird nicht mehr als Leistung gesehen, sondern als mangelnde Flexibilität. "Heute haben wir die ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes", sagt Finzen, das reiche weit bis in die Mittelschicht und mache auch vor dem Management nicht halt.

Er regt an, den Wert von Arbeit neu zu definieren. In Deutschland gehe nur eine Minderheit, nämlich 29 von 82 Millionen Bürgern, einer Erwerbsarbeit nach. Der Job sei viel zu dominant, er bestimmt Einkommen, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und prägt das Selbstbewusstsein: "Wer nicht arbeitet, hat nichts zu lachen." Arbeitslose werden stigmatisiert genauso wie Leute, die mit psychischen Erkrankungen kämpfen, aber: "Der Kranke ist nicht schuld an seiner Krankheit", mahnt Finzen, der in Deutschland und in der Schweiz als Psychiater tätig war. "Krankheiten können kommen und gehen."

Er regt an, den Wert von Arbeit neu zu definieren. In Deutschland gehe nur eine Minderheit, nämlich 29 von 82 Millionen Bürgern, einer Erwerbsarbeit nach. Der Job sei viel zu dominant, er bestimmt Einkommen, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und prägt das Selbstbewusstsein: "Wer nicht arbeitet, hat nichts zu lachen." Arbeitslose werden stigmatisiert genauso wie Leute, die mit psychischen Erkrankungen kämpfen, aber: "Der Kranke ist nicht schuld an seiner Krankheit", mahnt Finzen, der in Deutschland und in der Schweiz als Psychiater tätig war. "Krankheiten können kommen und gehen."

Österreich Schlusslicht bei beruflicher Integration

Für Unternehmen bedeutet das Geduld und Sensibilität. Zwei Faktoren, die in Österreich noch ausbaufähig sind. Das beweist eine OECD-Studie aus dem Jahr 2011, wonach Österreichs Unternehmen bei der Beschäftigung von psychisch Kranken das Schlusslicht bilden. Die Quote liegt bei unter 60 Prozent. Zum Vergleich: Spitzenreiter Schweiz kommt auf über 70 Prozent. Untersucht wurden zehn Staaten. Generell liegt die Arbeitsquote von psychisch Kranken etwa zehn bis 15 Prozentpunkte unter jener von Menschen ohne Erkrankung.

(Oliver Mark, derStandard.at, 15.10.2012)

Fotos Veranstaltung "Arbeit-Psyche-Stigma"

In folgender Fotoreihe können Sie Bilder zur Veranstaltung ansehen.

Radiobeitrag

BIKU-Treff Radiobeitrag:
http://cba.fro.at/46302

Presseartikel

„Wir geben jedem die Zeit, die er braucht“

Bild von iStockphoto

Psychische Erkrankungen sind immer häufiger der Grund, weshalb Jugendliche nicht oder nur schlecht in der Arbeitswelt Fuß fassen können. Der Bildungs-und Kulturtref in Wien hilft ihnen.

Die achte Klasse Gymnasium hat Thomas B. noch erfolgreich abgeschlossen. Aber als die Matura vor der Tür stand,ging einfach nichts mehr. Die Angst, die den damals 18-Jährigen schon während des letzten Schuljahrs gequält hatte, wurde übergroß und machte ihn starr.
Nicht im Frühjahr zum Haupttermin wollte sich Thomas der großen Prüfung stellen, sondern im Herbst oder vielleicht noch später, wenn es ihm wieder besser gehen würde. Doch nichts wurde besser. Die Depression, jene Krankheit, die sich allzu oft mit der Angstmaske tarnt, hat Thomas trotz Behandlung die nächsten Jahre fest im Griff. Die meiste Zeit verbringt er zu Hause, igelt sich ein. Die Wohnung zu verlassen, Freunde zu treffen, all das macht ihm Angst und kostet Kraft, die er nicht hat: „Hie und da habe ich Baby gesittet und andere kleine Tätigkeiten verrichtet, je nachdem, wie gut oder schlecht es mir gerade gegangen ist“, erzählt der heute 23-Jährige.
„Doch Struktur und Rhythmus bekam mein Leben erst wieder, als ich beim Bildungs- und Kulturtreff
(Biku) den Kurs begonnen habe, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.“ Thomas’ Mutter wird bei dem Verein Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter (HPE) auf das Angebot des Bildungs- und Kulturtreffs für psychisch erkrankte Menschen (kurz Biku-Treff) aufmerksam und sieht darin eine Chance für ihren Sohn, endlich wieder in ein normales Leben zurückzufinden.

Schritte in die Normalität

Der Verein Biku-Treff existiert seit 1993 und wird vom Bundessozialamt und dem AMS Österreich finanziert. Nachdem man sich in den ersten Jahren noch zum Ziel gesetzt hatte, psychisch erkrankte Menschen jeder Altersklasse, also auch solche im Erwachsenenalter, bei der sozialen und beruflichen (Re)Integration zu unterstützen, müssen sich die Mitarbeiter seit einigen Jahren ausschließlich auf Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren fokussieren.
„Das ist eine Zielgruppe, die stark im Zunehmen begriffen ist“, sagt Eveline Dietrich, die Geschäftsführerin des Biku-Treffs. Diese Entwicklung führt Dietrich unter anderem auf den ständig steigenden Druck zurück, der einen hohen Grad an Funktionieren sowohl in beruflicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht einfordert: „Davon sind wir alle betroffen, nur halten die einen den Anforderungen besser stand als andere. Sensible Menschen – und das sind psychisch Erkrankte in aller Regel – kippen als Erstes aus so einem strengen System. Das sieht man an den Krankenständen, an erster Stelle stehen Arbeitnehmer mit psychischen Problemen. Für sie gibt es kaum schützende Nischen.“

Den Druck nicht weitergeben

Das Biku-Programm versucht – jedenfalls ein Jahr lang – eine solche zu sein. Allerdings soll sie von den Teilnehmer auch wieder verlassen werden, um – so der Idealfall – mit einer Arbeit oder einer Ausbildung beginnen zu können.
„Manche Jugendliche werden vom AMS zu uns geschickt, weil sie schon viele Arbeitsversuche hinter sich haben, aber aufgrund ihrer psychischen Disposition immer wieder gescheitert sind“, sagt Dietrich.
„Andere werden von psychiatrischen Abteilungen oder Clearing-Stellen an uns vermittelt, oder sie kommen mithilfe ihrer Angehörigen oder sogar auf Eigeninitiative zu uns.“ Was folgt, ist ein sehr ausführliches Erstgespräch, um herauszufinden, ob der oder die Betroffene überhaupt für diese Form des Reintegrationsprogramms geeignet ist. Dem Biku selbst werden nämlich von den finanzierenden Stellen strenge Zielvorgaben gemacht; mindestens 50 Prozent der 30 Kursteilnehmer sollen nach zwölf Monaten
entweder „jobfit“ sein, das heißt in einem sozialversicherungspflichtigen Dienstverhältnis stehen, oder mit einer Weiterbildung begonnen haben.
„Das sind nicht leicht zu erfüllende Kriterien für uns Psychologen und Therapeuten, denn wir kommen mit dieser strengen Erfolgsquote seitens des Bundessozialamtes selbst sehr unter Druck“, sagt Projektleiterin Maria Aichinger-Ehardt. „Wir arbeiten hier mit Menschen zusammen, die sich gerade unter Druck schnell überlastet fühlen und in Folge leicht in die Krise schlittern. Deshalb ist bei unserer täglichen Arbeit das oberstes Gebot und gleichzeitig die schwierigste Herausforderung, den Druck, dem wir Biku-Mitarbeiter selbst ausgesetzt sind, nicht an unsere Jugendlichen weiterzugeben. Es würde die Erfolgschancen jedes Einzelnen vermindern.“

Krankheit bewusstmachen

Die potenziellen Kandidaten leiden typischerweise unter Depressionen, Ängsten, Panikattacken, Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen und sind sich ihres Leidens bewusst: „Die Krankheitseinsicht ist eine entscheidende Voraussetzung, um bei uns den Kurs beginnen zu können. Ohne ein ehrliches Selbstverständnis können wir nichts miteinander erreichen“, so Dietrich. „Jemand, der meint, es sei alles mit ihm in Ordnung, er habe keinen Leidensdruck, dem können wir auch nicht helfen. Wir sind darauf angewiesen, dass der oder die Betroffene die Bereitschaft mitbringt, etwas zu verändern und mit uns ein Bündnis zu schließen.“
Immerhin verbringt man 30 Stunden die Woche mit anderen Leidensgenossen. Ohne Spielregeln kann das Zusammensein in der Gruppe nicht funktionieren: „Die erste Schwierigkeit für mich war, jeden Tag pünktlich um neun Uhr früh beim Biku-Treff zu erscheinen“, sagt Thomas B. „Anfänglich habe ich gefürchtet, ich würde schon daran scheitern, denn ich habe jahrelang keinen geregelten Tagesablauf mehr gekannt. Als ich festgestellt habe, dass es mir gelingt, jeden Tag in der Früh aufzustehen, hat das mein Selbstbewusstsein schon ein bisschen aufgemöbelt.“ Und wer einmal ausfällt, muss selbst beim Biku anrufen und erklären, wieso er nicht kommen kann. „Das ist eben genauso, wie man es bei einem wirklichen Job machen müsste“, sagt Maria Z.

Was sagen, was nicht?

Die Manisch-Depressive stieß im Internet selbst auf das Biku-Projekt, nachdem sie schon jahrelang vergeblich versucht hatte, eine für sie passende Arbeitsstelle zu finden: „Die Suche war schwierig, denn eigentlich hatte ich überhaupt keinen Tau, was ich tun sollte. Genauso wenig war mir klar, wie ich mit meiner Erkrankung bei Bewerbungen umgehen soll. Ist es besser, bei einem Vorstellungsgespräch gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und zu sagen, dass ich eine bipolare Störung habe, oder lieber nicht?“
Diese und andere Fragen werden mit den Psychologen und Therapeuten gemeinsam in der Gruppe besprochen. Aichinger-Ehardt: „Sich und seine Erkrankung besser kennenzulernen ist ein wichtiger Schritt, bei dem wir helfen wollen. Wenn unsere Leute ihre Grenzen wahrnehmen und spüren, wann die Belastung für sie zu viel wird, lassen sich Krisen verhindern.“
Neben den eigenen Erlebnissen nimmt man auch am Leben der Kollegen Anteil: „Kaum war ich Mitglied der Biku-Gruppe, hatte ich das Gefühl, nicht mehr alleine zu sein“, so Maria Z. „Und ich habe auch sehr von den Erfahrungen der anderen profitiert. Wenn jemand von seinem Praktikum Positives erzählt hat, dachte ich mir: Bei mir kann es auch klappen.“
„Der gegenseitige Austausch in der Gruppe ist ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Programms. Jeder erzählt, was ihm in der Vergangenheit widerfahren ist, und wir versuchen zusammen dafür eine Erklärung zu finden“, sagt Aichinger-Erhardt. Viele hätten nach langen Phasen der Isolation erstmals wieder Anschluss zu Gleichaltrigen und fühlten sich endlich wieder irgendwem zugehörig.
Dass es zwischen den Teilnehmer immer wieder zu Konflikten kommt, überrascht nicht weiter: „Die Sozialkompetenz jedes Einzelnen ist sehr unterschiedlich. Manche können ihre Probleme sehr reflektiert wiedergeben, andere haben eine sehr einfache Art, sich zu artikulieren. Das schmälert aber nicht ihren Wert. Einander mit Respekt zu begegnen, auch das kann man lernen.“ Neben der täglichen Gruppenarbeit finden auch Module statt , bei denen die Kandidaten ganz praktische Dinge erfahren: „Zu hören, wie ich einen Lebenslauf verfassen muss, wie ich mich in einer Bewerbungssituation am besten verhalte oder welche rechtlichen Aspekte bei einem Dienstverhältnis relevant sind, das hat mir sehr viel gebracht“, so Thomas B.
Egal um welche Inhalte es geht, am wichtigsten sei es, so Aichinger, dass jedem Kursteilnehmer in einem vertrauensvollen Umfeld jene Zeit gegeben werde, die er für seine Entwicklung braucht: „Das ist wie mit einem Grashalm. Der wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zerrt. Im Gegenteil,
er kann abreißen.“

Erlerntes umsetzen

Eine der ersten Nagelproben im Programm ist die Absolvierung eines Praktikums: „Da sehen wir dann, ob das Erlernte auch in der Realität umgesetzt werden kann“, so Dietrich. „Zuallererst müssen die Jugendlichen für sich selbst einen Praktikumsplatz finden. Schon das ist für viele eine schwierige Aufgabe.“ Umso erfreulicher, dass Thomas B. schon nach dem zweiten Anruf seinen Platz in einem Kindergarten in derTasche hatte: „Das war ein großer Erfolg für mich. Und die Arbeit mit den Kindern hat mir, nachdem ich meine ersten Schwellenängste überwunden hatte, auch sehr viel Spaß gemacht. Jetzt hoffe ich, eine Ausbildungsstelle zum Kindergartenhelfer zu bekommen.“
Wie es den Biku-Teilnehmern bei den ersten Ausflügen in die Arbeitswelt ergeht, wird mit den Therapeuten genau besprochen. „Manche von ihnen, häufig Borderliner, halten die zwischenmenschlichen Beziehungen, wie sie am Arbeitsplatz entstehen, nicht gut aus. Smalltalk zu führen ist für uns eine Selbstverständlichkeit, für Instabile jedoch kann es eine enorme Belastung sein.“ Wüssten Arbeitskollegen mehr von den Problemen psychisch Kranker, könnte schon im Vorfeld vieles abgefangen werden. „Aber Probleme mit der Psyche sind in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema.“

Andere, mehr Ressourcen

Maria Z. fand sich bei zwei von drei Praktika sehr gut zurecht: „Eines allerdings war eine Katastrophe. Aber davon habe ich mich – anders als früher – nicht mehr entmutigen lassen. Heute habe ich genügend Ressourcen.“
Geht das jeweilige Biku-Jahresprogramm zu Ende, heißt es für die Jugendlichen, von KollegInnen und neu gewonnenen Freunden Abschied zu nehmen. Nicht jedoch von den Biku-Mitarbeitern: Sie begleiten jene, die es wollen, noch weitere sechs Monate bei ihren nächsten Schritten ins Berufsleben. „Für viele unserer Schützlinge ist es der erste Abschied, der im Guten und in Harmonie vor sich geht – eine ganz neue Erfahrung.“
Die Kollegen nicht mehr regelmäßig zu sehen ist für viele schwer: „Mir fehlen unsere Morgenrunden sehr. Sie waren ein guter Tagesbeginn, denn sie haben mir geholfen, meine Ich-Bezogenheit zu durchbrechen. Das hat so gutgetan“, so Thomas B.
Das Ende des Biku-Jahres bedeutet für ihn wieder eine Umstellung, vor der er Respekt, aber nicht mehr so viel Angst hat: „Mir ist bewusst, dass jede Veränderung eine heikle Phase für mich ist. Aber ich habe in dem Jahr viel Selbstbewusstsein getankt“, so der 24-Jährige. „Und wenn es beim Arbeiten irgendwelche Probleme geben sollte, kann ich mich doch immer wieder an meine Betreuer im Biku wenden. Sie sind weiterhin für mich da.“

(Judith Hecht/KarrierenStandard, Print-Ausgabe, 8./9. Jänner 2011)

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